Corona-Impfung startet in den Hausarztpraxen

Wie bereits angekündigt, werden wir nach Ostern mit den regulären Impfungen gegen das Corona-Virus in unserer Praxis beginnen. Wir haben hierzu im Auftrag des BW Sozialministeriums bereits seit Anfang März als Pilotpraxis für den Landkreis Ludwigsburg sammeln können und viele unserer Patientinnen und Patienten impfen können. Aus den Erfahrungen, die wir mit etlichen Kollegen geteilt haben, können wir bestätigen, dass die Impfung zwar sehr aufwändig ist, aber durchaus machbar. Insgesamt sehen wir uns bestätigt, dass erst durch die Impfung in den hausärztlichen Praxen eine weite Durchimpfung der Bevölkerung machbar ist – vorausgesetzt, es steht Impfstoff zur Verfügung.

Wie wird die Impfung nun organsiert? Wir bestellen jeweils in der Vorwoche den Impfstoff, können aber nicht sicher sagen, wieviel und welcher Impfstoff kommt. Zunächst einmal erhalten wir den Impfstoff der Firma Biontec, im weiteren wird aber sicher auch AstraZeneca zur Verfügung stehen. Es besteht keine Möglichkeit, sich den Impfstoff auszusuchen. Da wir pro Arzt der Praxis zwischen 18 und 30 Impfstoffdosen zur Verfügung gestellt bekommen, können wir ein Bestellsystem leider nur von Woche zu Woche anbieten. Wir haben hierfür auf der Titelseite dieser Homepage und unter dem Reiter „Corona-Impfung“ eine eigenständige Internet-Terminvergabe installiert, die wir aber jeweils nur für die kommende Woche „scharf stellen“. Bitte berücksichtigen Sie, dass wir weiterhin nur Patientinnen und Patienten unserer Praxis mit entsprechender Priorisierung impfen können. Sie erhalten nach erfolgter Termineingabe eine Bestätigung per eMail. Bitte drucken Sie die Unterlagen zur Aufklärung und Einwilligung aus und bringen sie unterschrieben und mit Ihrem Impfausweis und dem Krankenkassenkärtchen zur Impfung mit. Bitte kommen Sie pünktlich zur Impfung, da sowohl ein späteres Erscheinen die Abläufe erschwert, ein zu frühes Ankommen aber mit unserem Hygieneplan kollidiert. Sie sollten für die Impfung fieberfrei sein bzw. nicht an einem akuten Infekt leiden; in den letzten 14 Tagen vor der Impfung sollten Sie keine andere Impfung erhalten haben. Weitere Fragen können Sie mit uns im Vorgespräch vor der Impfung klären. Wir impfen Sie in den Räumen unserer Praxis in zwei Impfstrassen immer Donnerstags von 12-20 Uhr, für die erforderliche Nachbeobachtung von 15 Minuten nutzen wir den Bürgertreff. Bitte tragen Sie leichte Kleidung und sorgen dafür, dass Sie ggf. für den Nachhauseweg jemanden zur Begleitung haben. Bitte teilen Sie uns unbedingt mit, wenn Sie nicht zur Impfung kommen können, da wir den raren Impfstoff dann anderweitig verteilen müssen.

Bitte sehen Sie derzeit von Anrufen in der Praxis ab, da wir über die im Internet zur Verfügung gestellten Termine hinaus keinen Impfstoff zur Verfügung haben. Eine Impfung ohne bestätigten Termin durch uns ist nicht möglich.

Corona-Schnelltestungen

Ab Montag, dem 7. März besteht für jeden Bürger und für jede Bürgerin in Deutschland die Möglichkeit, sich kostenlos einmal pro Woche einem Schnelltest auf das Vorliegen einer Corona-Infektion zu unterziehen. Wir bieten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hemmingen deshalb  von Montag bis Freitag (außer Donnerstagnachmittag) von 10-11 Uhr und von 16-17 Uhr die Möglichkeit zur Testung an. Wir testen nicht in den Räumen der Praxis, sondern im Bürgertreff im 1. OG Die Testung wird als Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum durchgeführt, das Testergebnis liegt nach 15 Minuten vor.

Bitte berücksichtigen Sie, dass fachkundig durchgeführte Tests zwar eine hohe Sicherheit haben, aber auch ein negatives Testergebnis nur eine Momentaufnahme darstellt. Sie sollten deshalb weiter die AHA-Regeln. 

 

Bereits seit zwei Wochen führen die Hemminger Praxen im Auftrag der Gemeinde Hemmingen regelmässige Schnelltestungen bei Erzieher*innen und Lehrer*innen der Kitas und Schule in Hemmingen durch. Wir wollen hiermit einen Beitrag zur Öffnung der Kitas und Schule leisten und eine Ausbreitung der Corona-Pandemie verhindern.

Impfungen gegen Corona – Antworten auf die häufigsten Fragen, die uns in der Sprechstunde erreichen:

1. Sollen ich mich gegen Corona überhaupt impfen lassen? Nach unserer Einschätzung ist die Impfung derzeit der einzige Weg, die Corona-Pandemie zu überwinden. Wir empfehlen deshalb die Impfung unbedingt. Als Corona-Schwerpunktpraxis sind wir einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt und konnten uns deshalb bereits in der ersten Priorisierungsgruppe impfen lassen: Alle Ärzt*innen des Praxisteams und einige medizinischen Fachangestellten sind bereits geimpft. Persönlich möchte ich mitteilen, dass ich auch Sorge getragen habe, dass meine Eltern, die weit in den 80ern sind, ebenfalls geimpft sind.

2. Ist der Impfstoff sicher? Nach den vorliegenden Daten aus den veröffentlichten Untersuchungen mit immerhin 40.000 Proband*innen und inzwischen alleine in Deutschland erfolgten 5 Millionen Geimpften kann man davon ausgehen, dass der Impfstoff in dem beobachteten kurzen Zeitraum von zwei Monaten sicher ist. Über Langzeitfolgen liegen – wie bei jedem neuen Medikament – naturgemäß noch keine Erkenntnisse vor. Es ist allerdings davon auszugehen, dass mit der steigenden Anzahl der Geimpften auch die Erkenntnisse hierzu steigen werden. Im Zulassungsverfahren in Deutschland wurden einzelne Schritte zusammengefasst und beschleunigt, allerdings ohne dass nach unserem Kenntnisstand die erforderliche  Sorgfalt vernachlässigt wurde. Bei den Impfstoffen der Firmen Biontec und Moderna handelt es sich um mRNA-Impfstoffe, die bei bisherigen Impfungen nicht in der Breite verwendet wurden. Die Impfstoffe sind nach jetzigem Kenntnisstand bis auf lokale Reaktion gut verträglich, es gibt derzeit auch keine Hinweise auf Langzeitschäden. Aktuell wird in größeren Mengen für die unter 65jährigen der Impfstoff der Firma AstraZeneca zur Verfügung gestellt. Es handelt sich hierbei um einen DNA-Impfstoff, der als Vehikel für den Impfstoff abgeschwächte Schimpansen-Schnupfen-Viren nutzt. Der Impfstoff zeigt bei älteren Menschen eine geringere Wirksamkeit, bei den unter 65jährigen kann aber eine deutliche Abschwächung des Infektverlaufes erreicht werden; tödliche Corona-Erkrankungen wurden nach der Impfung mit AstraZeneca nicht mehr beobachtet. Auch wenn der Impfstoff von AstraZeneca eine etwas geringere Wirksamkeit als die Impfstoffe von Biontec oder Moderna, sichert aber einen ausreichenden Schutz und ist allemal besser als das Risiko eines schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlaufes im Fall einer Infektion. Trotz der schlechten Informationspolitik der zuständigen Gremien, die zu großer Verunsicherheit in der Bevölkerung geführt hat, empfehlen wir unseren Patienten und Patientinnen auf jeden Fall die Impfung auch mit dem AstraZeneca-Impfstoff.

3. Wie erfolgt die Impfung? Die Impfung ist freiwillig und kostenlos. Bei den mRNA-Impfungen werden zwei Impfungen im Abstand von 21 bzw. 28 Tagen mit einem Impfstoff der gleichen Sorte durchgeführt. Bei dem DNA Impfstoff werden ebenfalls zwei Impfungen durchgeführt, die aber im Abstand von 10-12 Wochen durchgeführt werden. Die Impfung erfolgt in den Deltamuskel des Oberarmes.

4. Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten? Nach den jetzigen Informationen kann es zu Rötung, Schwellungen und Schmerzen kommen. Viele Impflinge klagen über eine Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, teilweise auch grippale Symptome. Vereinzelt kam es zu allergischen Reaktionen unterschiedlicher Stärke. Weitere Nebenwirkungen werden genau überprüft. Während bei den mRNA-Impfstoffen die Nebenwirkungen nach der zweiten Impfung häufiger auftreten, ist dies bei den DNA-Impfstoffen häufig schon nach der ersten Impfung. Es gibt derzeit keine Hinweise, dass die Nebenwirkungen bei besonderen Risikogruppen (also z. B. ältere Menschen oder Menschen mit vielen Erkrankungen) häufiger auftreten.

5. Wie lange besteht ein Impfschutz nach den ersten Impfungen? Das ist derzeit noch nicht klar, hierzu werden aber weitere Untersuchungen erfolgen.

6. Kann ich nach der Impfung nicht mehr an COVID erkranken? Nach jetzigem Kenntnisstand verhindert in den meisten Fällen die Impfung eine Erkrankung vollständig oder mindert zumindest die Schwere des Verlaufs. Durch die Impfung von ca. 60-70% der Bevölkerung kann es gelingen, durch eine sogenannte „Herdenimmunität“ die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

5. Wo soll ich mich impfen lassen? Weiterhin besteht hauptsächlich eine Knappheit der Impfstoffe. Sie können sich jetzt bereits in den zentralen Impfzentren (ZIZ) im Robert-Bosch-Krankenhaus und in der Liederhalle in Stuttgart impfen lassen. Im Landkreis Ludwigsburg hat seit dem 22.01.21 das Kommunale Impfzentrum (KIZ) in der Weststadt geöffnet. Wegen des bestehenden Impfstoffmangels ist im Landkreis Böblingen das KIZ in der Messe in Sindelfingen noch nicht allgemein geöffnet, hier werden zunächst die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft. Voraussichtlich werden in der nächsten Zeit auch bei uns in der Praxis Impfungen gegen das Corona-Virus durchgeführt werden.

8. Wie erhalte ich einen Termin für die Impfung? Termine für die Impfung können telefonisch unter der Telefonnummer 116117 vereinbart, außerdem besteht online die Möglichkeit unter https://www.impfterminservice.de/impftermine einen Termin zu vereinbaren.

7. Wie werde ich informiert, ob ich geimpft werden kann? Derzeit ist nicht vorgesehen, dass Angehörige der Risikogruppen gesondert informiert werden. Aktuell werden in der Priorisierungsgruppe 1 Patientinnen und Patienten mit besonders hohem gesundheitlichen Risiko geimpft, also Menschen, die älter als 80 Jahre sind oder in Alten- und Pflegeheimen leben. Außerdem werden Angehöriger medizinischer Berufe geimpft, die in entsprechenden Einrichtungen arbeiten oder bei Pflegediensten, im Krankenhaus oder auf Intensivstationen dem Kontakt mit dem Corona-Virus ausgesetzt sind. Außerdem sind jetzt Menschen impfberechtigt, die jünger als 64 Jahre sind und unter bestimmten Erkrankungen leiden. Eine Liste dieser Erkrankungen finden Sie auf den Seiten des baden-württembergischen Sozialministeriums. Wir stellen wir Ihnen hierzu gerne eine Bescheinigung aus, wenn Sie einen festen Termin vereinbart haben. 

6. Wer sollte sich nicht impfen lassen? Nach derzeitigem Kenntnisstand ist es nicht erforderlich, sich impfen zu lassen, wenn man die Erkrankung bereits durchgemacht hat. Ein Schaden bei einer still durchgemachten Erkrankung ist aber nicht zu erwarten. Wir raten ebenfalls Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren von der Impfung ab, da hierzu nur sehr wenige Daten vorliegen und die Erkrankung in der Regel auch weniger schwer verläuft. Patientinnen und Patienten, die an immunbeeinträchtigenden Erkrankungen leiden oder entsprechende Medikamente sollten sich bereits im Vorfeld von uns beraten lassen.

7. Impfungen in unserer Praxis: Wir beteiligen uns im Auftrag des Sozialministeriums und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg als Pilotpraxis für den Landkreis Ludwigsburg an den Vorbereitungen für die Durchführung der Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen. Wir werden hierfür ab dem 9.3.21 mit den Impfungen gegen das Corona-Virus beginnen. Da für die dreiwöchige Testphase aber nur wenig Impfstoff bereit steht, der ausschließlich an Patientinnen und Patienten unserer Praxis aus der Priorisierungsgruppe 1 verimpft werden darf, haben wir nach einer Zufallsauswahl die in Frage kommenden Personen bereits informiert. Bitte sehen Sie deshalb von Anfragen ab, es besteht während der Pilotphase bis Ende März keine weitere Möglichkeit der Impfstoffzuteilung. Sobald wir mehr Impfstoff zur Verfügung haben, werden wir dies im Hemminger Blättchen und auf der Homepage mitteilen.

Zusammenfassung: Nach jetzigem Kenntnisstand empfehlen wir allen unseren Patientinnen und Patienten unbedingt die Impfung gegen die Corona-Infektion, eine Ausnahme bilden u. E. lediglich Kinder und Menschen, die bereits eine Infektion überstanden haben. Nach vielen Jahren der praktischen Tätigkeit im Gesundheitswesen und durchaus kritischem Blick auf viele Entwicklungen vertraue ich in der Frage der Impfung doch auf das gemeinsame Bemühen, die Pandemie zu besiegen. Das heißt nicht, dass wir auch weiterhin sehr genau die Entwicklungen verfolgen müssen. Aber – so ist schlussendlich doch zu fragen – was sind denn unsere Alternativen zur Impfung? Die Infektionen zeigen trotz aller Maßnahmen einen sehr wechselhaften Verlauf, der sich vielen unserer Kontrollversuche entziehen. Auch wenn viele Menschen nur geringe Symptome zeigen, so sterben doch täglich Leute an der Infektion. Effektive Medikamente haben wir nicht. Die Impfung ist deshalb nach unserer festen Überzeugung der derzeit einzige Weg, die Pandemie zu besiegen. Deshalb bitten wir Sie mit großer Überzeugung: lassen Sie sich impfen! Die möglichen Risiken einer Impfung können allemal nicht so schwer wiegen wie die möglicherweise tödlichen Risiken einer Infektion!

 

 

Praxisablauf während der Corona-Epidemie

Derzeit fürchten wir mit steigenden Infektionszahlen ein erneutes Aufflammen und eine „zweite Welle“. Damit die erreichten Erfolge gewahrt werden können, halten wir auch in der Praxis an den veränderten Abläufen fest, die vor allem Ihrem Schutz dienen. Weiterhin sind nach die Einhaltung ausreichender Abstände (1,5 m) und das häufige Händewaschen von entscheidender Bedeutung, es gilt verbindlich das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in den Praxen vor.

Wir halten momentan weiterhin an den Abläufen als auch den baulichen Maßnahmen in der Praxis fest. Bitte rufen Sie unbedingt an, bevor Sie die Praxis aufsuchen. Betreten Sie nach Desinfektion der Hände die Praxis nur einzeln und nach Aufforderung. Halten Sie bitte ausreichend Abstand zu anderen Patientinnen und Patienten. Bitte tragen Sie beim Betreten und in der Praxis einen sog. Mund-Nasen-Schutz oder eine selbst genähte Schutzmaske.

Unsere normalen Sprechstunden bleiben weiterhin geöffnet. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir vor allem gefährdet Patientinnen und Patienten bitten für Routine-Untersuchungen neue Termine zu vereinbaren.

Unsere Notfallsprechstunde haben wir so organisiert, dass von der normalen Sprechstunde zeitlich getrennt Patientinnen und Patienten mit Fieber und Infekten der oberen Atemwege behandelt werden. Hier werden auch Patientinnen und Patienten untersucht, die uns als Corona-Schwerpunkt-Praxis aufsuchen. Eine Behandlung ohne telefonische Voranmeldung ist nicht möglich! Bitte halten Sie bei der Anmeldung Ihre Handy-Nummer bereit. Wir rufen Sie über Ihr Handy an, wenn Sie in die Praxis kommen können. In der Zwischenzeit können Sie im Bürgertreff im ersten Obergeschoss unseres „Hauses der Gesundheit“ warten. Bitte beachten Sie hier besonders die Husten- und Niess-Etikette und die Händedesinfektion.

„Normale“ nicht infektiöse Notfälle werden weiterhin in unseren Notfallsprechstunden behandelt. Der Ablauf in dieser Sprechstunde ist wie gewohnt: Sie können nach Ihrer Anmeldung zum vereinbarten Termin die Praxis betreten.

Sowohl am Vormittag wie auch am Nachmittag haben wir unsere Telefonsprechstunde ausgeweitet. Darüber hinaus haben wir eine Videosprechstunde eingerichtet. Sie erhalten eine SMS nit einem Link auf das Videosprechzimmer, den Sie aktivieren. Bitte achten Sie darauf, dass an Ihrem Handy oder Computer Mikrofon- und Kamera aktiviert sind. Nachdem Sie sich mit Ihren Daten eingeloggt haben, werden Sie von einem unserer Ärzte in die Visite gebeten.

Aufgrund der nicht mehr geltenden gesetzlichen Regelungen kann bei Bagatellerkrankungen keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mehr durch rein telefonischen oder Video-Kontakt erfolgen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, bleiben Sie weiterhin gesund und guter Dinge.

Bericht über die Versorgungslage traumatisierter Geflüchteter vorgestellt

In der Funktion von Dr. Maitra als Menschenrechtsbeauftragter der Landesärztekammer Baden-Württemberg konnte zum 10.12., dem Tag der Menschenrechte, der Bericht zur Versorgungslage traumatisierter Geflüchteter vorgestellt werden. In der aktuellen Übersicht zeigt sich, dass viele der Geflüchteten unter den Folgen von Traumatisierung leiden. Im Rahmen der bestehenden Strukturen wird nur einem Teil Hilfe in ausreichendem Maße zuteil. Wesentliche Unterstützung erfolgt durch die Psychosozialen Zentren in Baden-Württemberg, die sich derzeit im Ausbau befinden. Hier ist eine strukturelle Verstetigung der finanziellen Zuwendungen des Landes erforderlich, wie sie bereits im Koalitionsvertrag der jetzigen Regierung vereinbart worden war.

https://www.aerztekammer-bw.de/news/2020/2020-12/3-Versorgungsbericht/index.html

 

Aufnahme neuer Patient*innen derzeit nicht möglich

Aufgrund von Kapazitätsgrenzen ist uns die Neuaufnahme neuer Patientinnen oder Patienten, die an anderer Stelle bereits hausärztlich betreut werden, in unsere regelhafte Versorgung derzeit leider nicht möglich. Wir wissen um die derzeitig immer knapper werdende Versorgungssituation in Hemmingen und der Region, die von uns allerdings nicht alleine aufgefangen werden kann.

Unabhängig hiervon werden Patientinnen und Patienten bei akuten Notfällen selbstverständlich ärztlich versorgt, wir bitten für diese Fälle um telefonische Kontaktaufnahme unter 07150-2223.

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Wir unterstützen die Aktionen gegen den Klimawandel und beteiligen uns aktiv an den Demonstrationen

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesundheit der Bevölkerung auf der ganzen Welt. Wenn wir es nicht schaffen, geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation zu ergreifen wird die Durchschnittstemperatur in Deutschland bis zum Jahr 2100 um 3,7° C ansteigen. Wir bemerken schon jetzt und auch in unseren Breiten extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen oder Überflutungen. Auch bei uns sind vor allem alte und kranke Menschen durch die Veränderungen des Klimas bedroht. Die Hitzewellen fordern bis zu 6000 Toten pro Jahr, jedes Grad der Erderwärmung führt alleine in Deutschland zu 1000 Herzinfarkten jedes Jahr. Infektionskrankheiten, Lungenerkrankungen, Allergien und Hauterkrankungen nehmen ebenso wie psychischer Stress zu. Gleichzeitig gehen Klimaschutzmaßnahmen mit erheblichen gesundheitlichen Vorteilen einher: Weniger Einsatz fossiler Brennstoffe im
Energie- und Verkehrssektor verringert beispielsweise die Belastung durch Luftverschmutzung. Darüber hinaus trägt die Förderung von Radfahren, Zu-Fuß-Gehen und der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zur Steigerung der körperlichen Aktivität bei. Durch saubere Luft und durch vermehrte Bewegung kann die Häufigkeit nicht-übertragbarer Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und chronischer Atemwegserkrankungen erheblich verringert werden, was auch zu beträchtlichen Kosteneinsparungen führen würde.

Medizinische Versorgung von Flüchtlingen und Migranten

Wir beteiligen uns als Praxis gerne an der Versorgung von Flüchtlingen und Migranten und unterstützen den Freundeskreis Flüchtlingshilfe Hemmingen. Wir erachten die Unterstützung und Aufnahme von Flüchtlingen angesichts der globalen Situation für eine nicht einfache, dennoch aber selbstverständliche Aufgabe unserer Gesellschaft. Neben der Versorgung von Flüchtlingen, die in Hemmingen untergebracht sind, haben wir uns auch an der Versorgung von Flüchtlingen beteiligt, die im Landkreis Ludwigsburg durch die Ärzteschaft Ludwigsburg und das Gesundheitsamt organisiert wurde. Die von uns in den letzten 12 Monaten abgehaltene regelmässige ärztliche Sprechstunden in Kornwestheimer Flüchtlingsunterkünften wird aufgrund der momentanen Verringerung der Inanspruchnahme nicht mehr benötigt.